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Neuigkeiten

Von Hilmar Kranenberg im Bereich Frauen.

Aus dem Ev. Frauenkreis

Liebe Frauen des Evangelischen Frauenkreises Drabenderhöhe und solche die es noch werden möchten. Es ist Februar, und im Februar haben wir in der Regel ein besonde-res Thema bei unserem Nachmittagsreffen des Frauenkreises mit Informationen über das Land, woher die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag kommt. Jetzt ist Februar 2021 und das zweite Jahr der Corona-Pandemie und wir können uns nicht treffen, weil wir zur Risikogruppe gehören und wir um unsere Gesundheit bangen. Wir wollen aber den Weltgebetstag, der jedes Jahr am ersten Freitag im März stattfindet, nicht vergessen. Darum möchte ich Sie auf diesem Weg mit hineinneh-men in das Land, das bereits viele Vorbereitungen getroffen hat. Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2021 kommt aus Va-nuatu. Vanuatu, wo ist das? Hat jemand schon mal davon gehört? Nein, Vanuatu liegt am Ende der Welt, 37 Stunden mit dem Flugzeug ent-fernt, mitten im Pazifik. Eine Inselgruppe von mehr als 83 Inseln zwi-schen Australien, Neuseeland und den Fitschiinseln. Ein Inselstaat mit Traumstränden, blauem Meer, Palmen, Korallenriffen mit bunten Fischen, üppigem Regenwald, Überfluss an Früchten, reich an Flora und Fauna. Doch die Idylle trügt. Die 83 Inseln ergeben nur 12.000 Quadratkilometer Land, das Meer aber auf das Vanuatu Anspruch erhebt ist 860.000 Quadratkilome-ter, zweieinhalbmal so groß wie Deutschland. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der den Pazifik von drei Seiten umgibt. Dort kommt es immer wieder zu starken Erdbe-ben und Tsunamis. Bei den Vulkanausbrüchen kommt es vor, dass Inseln für Monate unbewohnbar sind, zum Beispiel 2017 wo 11.000 Menschen evakuiert werden mussten. Vanuatu ist das Land, das am stärksten den Folgen des Klimawan-dels ausgesetzt ist. Das Wasser erwärmt sich, der Meeresspiegel steigt und verheerende Wirbelstürme werden immer häufiger. Wie am 13. März 2015, als der Zyklon Pam zahlreiche Menschen ob-dachlos machte und 96 Prozent der Ernte vernichtete. Zu den äußeren Problemen von der Natur verursacht, kommt die Gewaltbereitschaft in der Partnerschaft. Traditionelle Rollenvertei-lung, hohe Gewaltrate, kaum Mitsprache, so gestaltet sich das Le-ben der Frauen auf Vanuatu. Land ist sehr wichtig für die NiVanuatu, so heißen die Menschen, die dort leben. Land ist die Basis für alles was entsteht. Ohne Land keine menschliche Kultur. Ursprünglich hatten die Menschen auf jeder Insel ihre eigene Form der Anbetung von jeweils anderen Göt-tern. Die Stämme verehrten keine Tiere oder Pflanzen, sondern glaubten, dass es im Himmel einen Schöpfer gibt. Sie brachten die-sem Wesen Opfer dar. Noch heute hat jeder Stamm einen heiligen Ort, an dem Ahnen und andere Geister verehrt werden. 1774 entdeckte James Cook die Inseln und nannte sie die „Neuen Hebriden“. Im 19. Jahrhundert kamen Europäer, Entdecker, Sklavenhändler und Missionare auf die Inseln. Engländer und Franzosen rekrutierten Menschen die sie nach Australien und Neuseeland verschleppten, wo sie auf Zuckerrohr- und Bauwollplantagen Sklaven-arbeit verrichten mussten. 1906 wurden sie eine Kolonie, die von England und Frankreich regiert wurde. Da die Menschen auf jeder Insel eine andere Sprache gesprochen haben, -Vanuatu ist das Land mit der höchsten Sprachendichte-, entwickelte sich eine gemeinsame Sprache, Bislama. Die ersten Missionare die im Jahr 1939 kamen, mussten sterben. Erst 14 Jahre später konnte die presbyterianische Kirche in Vanuatu gegründet werden. Für die Missionare wurden die Inseln unter den Konfessionen aufgeteilt. Die Katholiken übernahmen den Süden, die Presbyterianer die Mitte, die Anglikaner den Norden. 83 % der Men-schen gehören einer christlichen Kirche an, 17 % sind Nichtchristen. Mit Verbreitung des Evangeliums fanden der Kanibalismus und die Stammesfehden ein Ende. Neben der Sprache Bislama ist das Christentum im Kampf um die Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor für die nationale Identität. Erst 1980 nach langem Kampf für Unabhängigkeit durften die Menschen auf den Neuen Hebriden ihrem Staat einen selbstgewählten Namen geben: „Vanuatu“. Die Menschen der auf traditionellen Werten ge-gründete Republik hissten ihre Flagge mit einem Wappen auf dem steht: „In God we stand“ das heißt so viel wie „mit Gott bestehen wir“. Christlicher Prinzipien und der Glaube an Gott sind dem Volk wichtig. Der Titel, den die Vanuatuerinnen für den Weltgebetstag ausgewählt haben, ist in diesen Zeiten der Corona Pandemie besonders aktuell: „Worauf bauen wir?“ Die Frauen rund um den Globus fragen sich: Was ist wichtig? Was zählt? Was hält uns? Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät? So stehen im Zentrum des Gottesdienstes die Worte aus dem Matthäusevangelium Kapitel 7, Vers 24-27. Worauf ist unser Haus gebaut? Auf Felsen oder auf Sand? Darüber sollten wir nachdenken. Und das möchten wir gerne „gemeinsam“ zum Weltgebetstag am 5. März tun, auch wenn wir nicht im Gemeindehaus sein können, sondern jede von uns zu Hause bleibt. Wir werden Ihnen das Heft mit der Gottesdienstordnung zukommen lassen mit Ideen und Vorschlägen, wie sie den Gottesdienst zu Hause gleichzeitig mit vielen tausend Frauen weltweit feiern können. Lassen Sie sich überraschen.

Schlagworte: weltgebetstag

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  • Zuletzt geändert: 28.11.2020 13:24
  • von Manuel Krischer